Eine Analyse der aktuellen Lage am EU-CO2-Zertifikatemarkt, einschließlich der jüngsten EUA-Preisentwicklungen, der bevorstehenden ETS-Reformen und der zukünftigen Klimaziele der EU bis 2040. Verstehe die aktuelle Marktdynamik und mögliche Investmentstrategien am Markt für EUAs.
Das Europäische Emissionshandelssystem (ETS) ist ein zentraler Bestandteil der EU-Klimapolitik und weltweit das größte Emissionshandelssystem. Es deckt etwa 45% der Treibhausgasemissionen der EU ab. Das System verfolgt das Ziel, diese Emissionen zu reduzieren, indem es eine Obergrenze für die Gesamtemissionen festlegt und den Handel mit Emissionsrechten, den sogenannten EU-Zertifikaten (EUAs), ermöglicht.
Unternehmen sind dazu verpflichtet, für jede Tonne CO2, die sie ausstoßen, ein EU-Zertifikat zu besitzen. Dieses System schafft Anreize zur Emissionsreduzierung, indem Unternehmen, die weniger emittieren, ihre überschüssigen Zertifikate verkaufen können. Gleichzeitig müssen emissionsintensive Betriebe zusätzliche Zertifikate erwerben, wenn sie ihre Emissionen nicht entsprechend senken.
Ab 2027 wird der neue Emissionsmarkt ETS 2 eingeführt, der eine Reduktion der Emissionen im Verkehrs- und Haushaltssektor um 42% bis 2030 anstrebt. Im Gegensatz zum bisherigen ETS liegt der Fokus von ETS 2 auf Kraftstoffverteilern anstelle von Einzelverbrauchern, was eine breitere Wirkung und eine verstärkte Senkung der Emissionen in diesen Sektoren ermöglichen soll.
Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, die Treibhausgasemissionen bis 2040 um 90% im Vergleich zu 1990 zu reduzieren, was eine erhebliche Verschärfung gegenüber dem bisherigen Ziel einer 55%-Reduktion bis 2030 darstellt. Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, sind weitere Reformen des ETS unerlässlich. Diese Reformen werden die vollständige Dekarbonisierung des Energiesektors kurz nach 2040 anstreben, mit einem Fokus auf erneuerbare Energien und Technologien zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung.
Seit dem Beginn des Jahres 2024 verzeichnen die EUA-Preise einen dramatischen Abwärtstrend. Nach Jahren eines stetigen Anstiegs sind die Preise für Kohlenstoffzertifikate innerhalb weniger Monate um über 30% gefallen und haben im Februar 2024 ein Zweijahrestief erreicht. Dieser Preisverfall wirft Fragen bezüglich der Effektivität und Stabilität des ETS in seiner derzeitigen Form auf. Gleichzeitig stellen sich kommerzielle Käufer von EUAs (also CO2-Emitenten) und Spekulanten die Frage, wie sich der Preis zukünftig weiterentwickeln wird.
Seit Anfang 2024 verzeichnen die EU-Zertifikate (EUAs) einen deutlichen Preisverfall, der eine Vielzahl wirtschaftlicher und marktspezifischer Faktoren widerspiegelt. Die EUA-Dezember 2024 Futures notierten zuletzt bei 59 €, was einem Jahresrückgang von über 40% und einem Rückgang von über 25% seit Jahresbeginn entspricht. Besonders bemerkenswert ist die Korrelation zwischen dem Preisverfall der EUAs und den Gaspreisen, insbesondere den niederländischen TTF-Gas-Futures.
Die Prognosen für das BIP-Wachstum in der EU für 2024 zeigen eine gedämpfte Stimmung mit einem erwarteten Wachstum von nur 0,4%, verglichen mit 0,5% im Vorjahr. Diese verhaltene wirtschaftliche Situation trägt zum Druck auf die EUA-Preise bei, da eine schwächere industrielle Aktivität eine verringerte Nachfrage nach Emissionsrechten bedeutet.
Ein Überangebot am Markt, insbesondere durch einen erheblich höheren Auktionskalender für 2024 im Vergleich zu 2023 (+31%), hat ebenfalls zum Preisdruck beigetragen. Investmentfonds zeigen ein zunehmendes Interesse am Markt, was durch eine Rekord-Netto-Short-Positionierung deutlich wird. Die Gesamtpositionen der Fonds in EUAs erreichten im September 2021 mit über 150 Millionen Zertifikaten ihren Höchststand, wobei seit letztem August Short-Positionen die Long-Positionen übertreffen. Die Netto-Short-Position der Fonds liegt nun bei einem Rekord von 37 Millionen Positionen.
Die veränderte Landschaft der Energieerzeugung, insbesondere mit einem Anstieg der erneuerbaren Energien um 10% im Jahresvergleich und einem Rückgang der Stromerzeugung aus Gas, Steinkohle und Braunkohle, hat ebenfalls Auswirkungen auf die EUA-Nachfrage. Insbesondere der Versorgungssektor, der größte Einzelsektor auf dem Kohlenstoffmarkt, verzeichnet eine um etwa 20% gesunkene Nachfrage nach EUAs, während die industrielle Nachfrage nur um weniger als 10% zurückging.
Trotz der derzeitigen Herausforderungen auf dem Markt für EU-Emissionszertifikate (EUAs) zeigt sich eine gewisse Resilienz der Preise. Unternehmen nutzen die günstigen Preise, um ihre EUA-Bestände aufzustocken. Langfristig wird ein Anstieg der EUA-Preise prognostiziert, mit Erwartungen von über 100 € pro Tonne bis 2030 und bis zu 250 € pro Tonne bis 2040. Diese Prognosen basieren auf der Wirkung der Marktstabilitätsreserve und der Integration von Negativemissionen in den Emissionshandel.
Eine Erholung der industriellen Aktivität könnte die Nachfrage nach Erdgas erhöhen, was indirekt die EUA-Preise unterstützen würde, da Gas und Kohle als konkurrierende Brennstoffe in der Stromerzeugung fungieren. Höhere Gaspreise würden zu einer verstärkten Nutzung von Kohle zur Energieerzeugung und somit zu mehr benötigten CO2-Zertifikaten führen. Zudem könnte die wachsende asiatische Nachfrage nach LNG die europäischen Gaspreise und damit indirekt die EUA-Preise beeinflussen, insbesondere angesichts der gestiegenen Abhängigkeit der EU von LNG-Importen nach dem Verbot von russischem Pipeline-Gas.
Falls die EUA-Preise weiterhin niedrig bleiben oder unter 50 € fallen, könnten politische und regulatorische Maßnahmen ergriffen werden, um die Preise zu stabilisieren. Das REPowerEU-Programm, das von 2023 bis 2026 mindestens 250 Millionen zusätzliche EUAs auf den Markt bringt, könnte kurzfristig das Überangebot verstärken, langfristig jedoch den Markt verknappen, da diese Volumina aus Reserven stammen, die ursprünglich für spätere Verkäufe vorgesehen waren.
Analysten betrachten EUA-Preise von unter 60 €/Tonne derzeit als günstig. Diese Bewertung spiegelt das Potenzial für eine Markterholung wider, obwohl zusätzliche Auktionsmengen die Preiserholung vorübergehend verzögern könnten. Eine strategische Umkehr der Spekulanten, die derzeit eine Rekord-Netto-Short-Position halten, könnte jedoch den Aufwärtstrend beschleunigen, da Preise unter 60 €/Tonne als günstige Kaufgelegenheit angesehen werden. Insgesamt erwarten Analysten in der ersten Jahreshälfte 2024 weiterhin eine schwache Phase, die durch das Wachstum bei erneuerbaren Energien und die Unsicherheit auf dem Erdgasmarkt angetrieben wird. Eine Erholung könnte jedoch in der zweiten Jahreshälfte 2024 einsetzen, begünstigt durch sinkende Zinssätze, die Investitionen und Konsum anregen könnten. Die Einbeziehung des maritimen Schifffahrtssektors in das EU-ETS könnte zusätzliche Nachfrage generieren und somit einen weiteren Impuls für die Preiserholung bieten.
Seit letztem August haben Short-Positionen die Oberhand über Long-Positionen, wobei die Netto-Short-Position der Fonds einen Rekordwert von 37 Millionen Positionen erreicht hat. Diese deutliche Präsenz von Short-Positionen im Markt deutet darauf hin, dass eine weitverbreitete Erwartung eines weiteren Preisrückgangs oder einer erhöhten Volatilität der EUA-Preise besteht.
Angesichts der aktuellen EUA-Preise unter 60 €/Tonne betrachten einige Analysten und Marktteilnehmer diese als erhebliche Kaufgelegenheiten. Die Annahme ist, dass diese Preisniveaus attraktiv für Emittenten und spekulative Investoren sind, was möglicherweise zu einer Umkehr der Netto-Short-Positionen der Spekulanten führen könnte. Eine Normalisierung der Gaspreise und eine erwartete Belebung der industriellen Aktivität in Europa könnten hierbei katalytisch wirken.
Die wöchentlich veröffentlichten Commitment of Traders-Berichte sind ein entscheidendes Instrument zur Beurteilung von Markttrends und -stimmungen. Diese Berichte zeigen Veränderungen in den Positionen der Fonds auf, was häufig starke Preisbewegungen im EU-ETS auslösen kann. Ein bedeutendes Short-Covering, das Schließen von Short-Positionen durch den Kauf von EUAs, könnte zu einem Preisanstieg führen, insbesondere wenn viele Marktteilnehmer gleichzeitig handeln.
Die Kombination aus einem möglichen Umkehr der Netto-Short-Positionen der Spekulanten, steigenden Gaspreisen, einer zunehmenden Wirtschaftsaktivität und der Einschätzung von Analysten deutet auf ein erhebliches Aufwärtspotenzial für den EUA-Markt hin. Gleichzeitig könnten politische Interessen und die grüne Agenda die Möglichkeit weiterer Preisrückgänge begrenzen. Eine Long-Positionierung zu diesem Zeitpunkt könnte daher eine attraktive Strategie sein. Es ist jedoch entscheidend, einen langfristigen Investitionshorizont zu haben, um mögliche kurzfristige Rücksetzer zu bewältigen. Für Short-Positionen sehen wir derzeit nur begrenztes Erfolgspotenzial.
Das Europäische Emissionshandelssystem (ETS) ist ein zentraler Bestandteil der EU-Klimapolitik und weltweit das größte Emissionshandelssystem. Es deckt etwa 45% der Treibhausgasemissionen der EU ab. Das System verfolgt das Ziel, diese Emissionen zu reduzieren, indem es eine Obergrenze für die Gesamtemissionen festlegt und den Handel mit Emissionsrechten, den sogenannten EU-Zertifikaten (EUAs), ermöglicht.
Unternehmen sind dazu verpflichtet, für jede Tonne CO2, die sie ausstoßen, ein EU-Zertifikat zu besitzen. Dieses System schafft Anreize zur Emissionsreduzierung, indem Unternehmen, die weniger emittieren, ihre überschüssigen Zertifikate verkaufen können. Gleichzeitig müssen emissionsintensive Betriebe zusätzliche Zertifikate erwerben, wenn sie ihre Emissionen nicht entsprechend senken.
Ab 2027 wird der neue Emissionsmarkt ETS 2 eingeführt, der eine Reduktion der Emissionen im Verkehrs- und Haushaltssektor um 42% bis 2030 anstrebt. Im Gegensatz zum bisherigen ETS liegt der Fokus von ETS 2 auf Kraftstoffverteilern anstelle von Einzelverbrauchern, was eine breitere Wirkung und eine verstärkte Senkung der Emissionen in diesen Sektoren ermöglichen soll.
Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, die Treibhausgasemissionen bis 2040 um 90% im Vergleich zu 1990 zu reduzieren, was eine erhebliche Verschärfung gegenüber dem bisherigen Ziel einer 55%-Reduktion bis 2030 darstellt. Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, sind weitere Reformen des ETS unerlässlich. Diese Reformen werden die vollständige Dekarbonisierung des Energiesektors kurz nach 2040 anstreben, mit einem Fokus auf erneuerbare Energien und Technologien zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung.
Seit dem Beginn des Jahres 2024 verzeichnen die EUA-Preise einen dramatischen Abwärtstrend. Nach Jahren eines stetigen Anstiegs sind die Preise für Kohlenstoffzertifikate innerhalb weniger Monate um über 30% gefallen und haben im Februar 2024 ein Zweijahrestief erreicht. Dieser Preisverfall wirft Fragen bezüglich der Effektivität und Stabilität des ETS in seiner derzeitigen Form auf. Gleichzeitig stellen sich kommerzielle Käufer von EUAs (also CO2-Emitenten) und Spekulanten die Frage, wie sich der Preis zukünftig weiterentwickeln wird.
Seit Anfang 2024 verzeichnen die EU-Zertifikate (EUAs) einen deutlichen Preisverfall, der eine Vielzahl wirtschaftlicher und marktspezifischer Faktoren widerspiegelt. Die EUA-Dezember 2024 Futures notierten zuletzt bei 59 €, was einem Jahresrückgang von über 40% und einem Rückgang von über 25% seit Jahresbeginn entspricht. Besonders bemerkenswert ist die Korrelation zwischen dem Preisverfall der EUAs und den Gaspreisen, insbesondere den niederländischen TTF-Gas-Futures.
Die Prognosen für das BIP-Wachstum in der EU für 2024 zeigen eine gedämpfte Stimmung mit einem erwarteten Wachstum von nur 0,4%, verglichen mit 0,5% im Vorjahr. Diese verhaltene wirtschaftliche Situation trägt zum Druck auf die EUA-Preise bei, da eine schwächere industrielle Aktivität eine verringerte Nachfrage nach Emissionsrechten bedeutet.
Ein Überangebot am Markt, insbesondere durch einen erheblich höheren Auktionskalender für 2024 im Vergleich zu 2023 (+31%), hat ebenfalls zum Preisdruck beigetragen. Investmentfonds zeigen ein zunehmendes Interesse am Markt, was durch eine Rekord-Netto-Short-Positionierung deutlich wird. Die Gesamtpositionen der Fonds in EUAs erreichten im September 2021 mit über 150 Millionen Zertifikaten ihren Höchststand, wobei seit letztem August Short-Positionen die Long-Positionen übertreffen. Die Netto-Short-Position der Fonds liegt nun bei einem Rekord von 37 Millionen Positionen.
Die veränderte Landschaft der Energieerzeugung, insbesondere mit einem Anstieg der erneuerbaren Energien um 10% im Jahresvergleich und einem Rückgang der Stromerzeugung aus Gas, Steinkohle und Braunkohle, hat ebenfalls Auswirkungen auf die EUA-Nachfrage. Insbesondere der Versorgungssektor, der größte Einzelsektor auf dem Kohlenstoffmarkt, verzeichnet eine um etwa 20% gesunkene Nachfrage nach EUAs, während die industrielle Nachfrage nur um weniger als 10% zurückging.
Trotz der derzeitigen Herausforderungen auf dem Markt für EU-Emissionszertifikate (EUAs) zeigt sich eine gewisse Resilienz der Preise. Unternehmen nutzen die günstigen Preise, um ihre EUA-Bestände aufzustocken. Langfristig wird ein Anstieg der EUA-Preise prognostiziert, mit Erwartungen von über 100 € pro Tonne bis 2030 und bis zu 250 € pro Tonne bis 2040. Diese Prognosen basieren auf der Wirkung der Marktstabilitätsreserve und der Integration von Negativemissionen in den Emissionshandel.
Eine Erholung der industriellen Aktivität könnte die Nachfrage nach Erdgas erhöhen, was indirekt die EUA-Preise unterstützen würde, da Gas und Kohle als konkurrierende Brennstoffe in der Stromerzeugung fungieren. Höhere Gaspreise würden zu einer verstärkten Nutzung von Kohle zur Energieerzeugung und somit zu mehr benötigten CO2-Zertifikaten führen. Zudem könnte die wachsende asiatische Nachfrage nach LNG die europäischen Gaspreise und damit indirekt die EUA-Preise beeinflussen, insbesondere angesichts der gestiegenen Abhängigkeit der EU von LNG-Importen nach dem Verbot von russischem Pipeline-Gas.
Falls die EUA-Preise weiterhin niedrig bleiben oder unter 50 € fallen, könnten politische und regulatorische Maßnahmen ergriffen werden, um die Preise zu stabilisieren. Das REPowerEU-Programm, das von 2023 bis 2026 mindestens 250 Millionen zusätzliche EUAs auf den Markt bringt, könnte kurzfristig das Überangebot verstärken, langfristig jedoch den Markt verknappen, da diese Volumina aus Reserven stammen, die ursprünglich für spätere Verkäufe vorgesehen waren.
Analysten betrachten EUA-Preise von unter 60 €/Tonne derzeit als günstig. Diese Bewertung spiegelt das Potenzial für eine Markterholung wider, obwohl zusätzliche Auktionsmengen die Preiserholung vorübergehend verzögern könnten. Eine strategische Umkehr der Spekulanten, die derzeit eine Rekord-Netto-Short-Position halten, könnte jedoch den Aufwärtstrend beschleunigen, da Preise unter 60 €/Tonne als günstige Kaufgelegenheit angesehen werden. Insgesamt erwarten Analysten in der ersten Jahreshälfte 2024 weiterhin eine schwache Phase, die durch das Wachstum bei erneuerbaren Energien und die Unsicherheit auf dem Erdgasmarkt angetrieben wird. Eine Erholung könnte jedoch in der zweiten Jahreshälfte 2024 einsetzen, begünstigt durch sinkende Zinssätze, die Investitionen und Konsum anregen könnten. Die Einbeziehung des maritimen Schifffahrtssektors in das EU-ETS könnte zusätzliche Nachfrage generieren und somit einen weiteren Impuls für die Preiserholung bieten.
Seit letztem August haben Short-Positionen die Oberhand über Long-Positionen, wobei die Netto-Short-Position der Fonds einen Rekordwert von 37 Millionen Positionen erreicht hat. Diese deutliche Präsenz von Short-Positionen im Markt deutet darauf hin, dass eine weitverbreitete Erwartung eines weiteren Preisrückgangs oder einer erhöhten Volatilität der EUA-Preise besteht.
Angesichts der aktuellen EUA-Preise unter 60 €/Tonne betrachten einige Analysten und Marktteilnehmer diese als erhebliche Kaufgelegenheiten. Die Annahme ist, dass diese Preisniveaus attraktiv für Emittenten und spekulative Investoren sind, was möglicherweise zu einer Umkehr der Netto-Short-Positionen der Spekulanten führen könnte. Eine Normalisierung der Gaspreise und eine erwartete Belebung der industriellen Aktivität in Europa könnten hierbei katalytisch wirken.
Die wöchentlich veröffentlichten Commitment of Traders-Berichte sind ein entscheidendes Instrument zur Beurteilung von Markttrends und -stimmungen. Diese Berichte zeigen Veränderungen in den Positionen der Fonds auf, was häufig starke Preisbewegungen im EU-ETS auslösen kann. Ein bedeutendes Short-Covering, das Schließen von Short-Positionen durch den Kauf von EUAs, könnte zu einem Preisanstieg führen, insbesondere wenn viele Marktteilnehmer gleichzeitig handeln.
Die Kombination aus einem möglichen Umkehr der Netto-Short-Positionen der Spekulanten, steigenden Gaspreisen, einer zunehmenden Wirtschaftsaktivität und der Einschätzung von Analysten deutet auf ein erhebliches Aufwärtspotenzial für den EUA-Markt hin. Gleichzeitig könnten politische Interessen und die grüne Agenda die Möglichkeit weiterer Preisrückgänge begrenzen. Eine Long-Positionierung zu diesem Zeitpunkt könnte daher eine attraktive Strategie sein. Es ist jedoch entscheidend, einen langfristigen Investitionshorizont zu haben, um mögliche kurzfristige Rücksetzer zu bewältigen. Für Short-Positionen sehen wir derzeit nur begrenztes Erfolgspotenzial.